Viele Babyboomer bringen einen reichen Schatz an Lebenserfahrung, Glauben und Verantwortung mit – und fragen sich zugleich, wo und wie sie heute in der Gemeinde gefragt sind.
Dieser Tag lädt ein, innezuhalten, zuzuhören und gemeinsam zu entdecken, welche Rolle Erfahrung, geistliche Reife und Engagement in einer Gemeinde im Wandel spielen können.
Ein Tag für Menschen,
- die sich nicht am Rand der Gemeinde sehen wollen
- die bereit sind, Verantwortung zu teilen oder neu zu
übernehmen - die ihre Berufung nicht als abgeschlossen verstehen
Ein Tag mit vielen persönlichen Beispielen, mit der Möglichkeit Neues zu entdecken, sich einzubringen und Perspektive zu gewinnen.
Eingeladen sind: Alle, denen die Zukunft der Kirche am Herzen liegt.
Referentinnen und Referenten, Workshops und Ablauf werden laufend auf der Webseite aktualisiert.
Grobablauf
Morgen
- «Babyboomer Band» Leitung Beat Brugger
- Inputs zu den Stichworten gesehen- (un)gefragt-gesegnet
Marco Hofmann, Christa Gasser, Jürgen Gerber - Input Markus Müller: «Was die Bibel zum älter werden sagt»
- Podiumsgespräch, Wilf Gasser: Gemeindeleiter/innen zum Thema: Weshalb ist der Lebensübergang Pensionierung und Älterwerden in den Gemeinden oft ein Tabuthema, oder hat zumindest keine Relevanz? Fällt es Gemeindeleiter/innen schwer, über das eigene Älterwerden zu sprechen?
Nachmittag
- Workshops mit dem klaren Fokus der Umsetzung in den Gemeinden
- Podiumsgespräch, René Winkler: Und jetzt? Was könnte sich nach diesem Tag in unseren Gemeinden im Blick auf Babyboomer verändern? Wie könnten Babyboomer vermehrt ihren Platz in den Gemeinden einnehmen?
Referate

Referat: «Gesehen»
Wer sich von Gott gesehen weiss, muss nicht um Sichtbarkeit kämpfen. Jesus sah die Menschen, die andere übersahen. Er sah ihre Würde, ihre Geschichte und ihre Berufung. Gerade wenn Rollen sich verändern, wird diese Wahrheit tragend: Ich bin gesehen – nicht wegen meiner Leistung oder meinem Status, sondern weil Jesus mich sieht. Das gibt Wert, Halt und Freiheit, die eigene Berufung in einer neuen Lebensphase neu zu entdecken, zu leben und weiterzugeben.
Marco Hofmann, (Jahrgang 1963): ist Pastor und Präsident der Schweizerischen Pfingstmission. Er blickt auf über 30 Jahre pastoralen Dienst zurück und war viele Jahre Leiter der Connect Church in Zofingen. Sein Herz schlägt für lebendige Gemeinden, geistliche Erneuerung, Leiterschaft und die Frage, wie Menschen in jeder Lebensphase ihre Berufung entdecken und leben können. Marco ist verheiratet, Vater von drei Söhnen und Grossvater von sechs Enkelkindern.

Referat: «Gesegnet»
Werden wir mit zunehmendem Alter zu Zuschauern – oder zu Menschen, die anderen den Weg ebnen? Dieser Imput zeigt, wie ältere Generationen als Wegweiser, Ermutiger und Rückhalt wirken können. Ihr gelebter Glaube, ihre Treue und ihre Verbundenheit prägen weit über das eigene Leben hinaus. Was bedeutet es, heute grosszügig zu leben und weiterzugeben, was wir empfangen haben? Im Sinn von «Geben ist seeliger als Nehmen»? Eine Einladung, die Chancen und den Segen des dritten Lebensdrittels zu entdecken.
Jürgen Gerber, (Jahrgang 1961): ist seit 40 Jahren verheiratet mit Barbara, 3 Kinder, 4 Enkelkinder, aufgewachsen in Täufergemeinde Sonnenberg, seit 50 Jahren Teil der Landeskirchlichen Gemeinschaft Jahu, über 20 Jahre Mitarbeit bei Jugend mit einer Mission und seit 20 Jahren in der Unternehmensberatung, Nachfolgeregelung und im Berufungs-Coachin tätig.

Referat: «Was die Bibel über das Älterwerden sagt»
Auch die Menschen der Bibel wurden älter. Biblische Autoren wie David, Paulus, Petrus oder Johannes können uns deshalb in ihrem `reiferen Denken` zu Vorbildern werden. Wusstest Du, dass die Bibel auch von einigen Abstürzen im Alter berichtet? Kennst Du die konkreten Aufforderungen und hoffnungsstiftenden Verheissungen, die exklusiv das Alter betreffen?
Eine Übersicht über die Bibelstellen findet sich auf unserer Homepage. Sie vermitteln Mut, unser Älterwerden als Menschen zwischen 50 und 70 nochmals ganz neu auszurichten.
Markus Müller, (Jahrgang 1955): lebte und arbeitete 12 Jahre in einem Alters- und Pflegezentrum. Er weiss, dass die Art und Weise, wie wir älter werden, spätestens ab Beginn der 2. Lebenshälfte (rund 42) entschieden wird. Er hat Bücher verfasst (u.a. «Die Champions League des Lebens – Warum älter werden das Beste ist, was uns passieren kann». Zuletzt: «Alter neu denken – wie dein Denken dein Älterwerden bestimmt. Ein Hoffnungsmacherbuch»). Eine seiner Erkenntnisse: Wir nutzen das Potential der Biblischen Botschaft viel zu wenig – gerade im frühen Älterwerden.
Workshops

«Kreativ biblische Kurzinputs gestalten – ohne KI» (für Kleingruppen oder Teamtreffen)
Praxisnah – unkonventionell – einfach – mit Humor – fast ohne Material. Zuhören und gerade umsetzen. Gemeinsam üben und lernen wir voneinander. Ein biblischer Kurzinput kann Leben verändern, nicht wegen uns, doch es braucht auch uns dazu.
Mit Ursula Fröhlich: Babyboomerin, Sozialdiakonin in der Ref. Kirche Appenzell mit 60 plus Gruppe, begeisterte Nachfolgerin von Jesus…auch im fortgeschrittenen jugendlichen Alter.

«Kreativ biblische Kurzinputs gestalten»
Ob an einem Teamtreffen, in einer Kleingruppe, einem Familien-Jubiläum oder im Rahmen eines Gruppen-Mentorings: Ein biblischer Einstieg kann das Eis brechen, Gedanken abholen und Erwartungen wecken. In diesem Workshop erlebst du dazu ein Beispiel, erhältst Ideen und gehst auch gleich ans Werk. Ein Workshop für Personen, die neue Ideen suchen und für Ungeübte, die sich das kaum zutrauen!
Mit Cornelia Lippuner-Sager: Mitarbeiterin im Lebenshaus Güetli, aktiv in der Reformierten Landeskirche, verantwortlich für Community Bible Study Schweiz. Die Arbeit mit der Bibel ist ihre «Leibspeise». Ob bei der Führung von Bibelgruppen, in thematischen Inputs oder in der Anwendung von Gottes Gedanken in persönlichen Gesprächen oder Mentorings: sie findet in der Bibel das «Hauptwerkzeug» ihres Dienstes.

«Gemeinde mit Herz sein – Gemeinsam geteilte Verantwortung unseren kranken, einsamen und verletzlichen Menschen gegenüber»
Kleiner Einblick ins Konzept compassionate Cities. Was für Strukturen und Unterstützung braucht es, damit wir in unseren Gemeinden kranken, einsamen Mitmenschen und ihr Umfeld begleiten können? Wir lernen voneinander, wo es in Gemeinden schon solche Strukturen gibt. Was bewährt sich? Was nicht?
Mit Brigitte Herrli: Arbeitet im Inselspital auf der palliativ Station als Fachexpertin Pflege CAS in Palliative Care

«Mit leichtem Gepäck auf den nächsten Abschnitt unserer Lebensreise» – ballastfrei und gestärkt nach vorne blicken
Jahrzehntelang haben Familie und Beruf den Takt vorgegeben. Diese intensiven Pflichten liegen nun (bald) hinter uns und eröffnen uns einen neuen Freiraum. Die Babyboomer-Generation geht in Rente. Was bedeutet das für unser Leben und den Gemeindealltag? Um diesen Übergang mit Klarheit zu gestalten, sollten wir einen Blick in unseren Lebenskoffer werfen: Was nehmen wir mit in die Zukunft? Was wiegt mittlerweile zu schwer? Wo müssen wir Altes loslassen und Frieden mit den Höhen und Tiefen unserer bisherigen Lebensreise schließen? So können wir auch im letzten Drittel unseres Lebens einen lebensbringenden Beitrag für unsere Mitmenschen und die Gemeinde sein.
Mit Christoph Leu: Architekt, Missionar, Pastor, Segler und Pilger verheiratet mit Eveline, Vater von drei Kindern und Grossvater von neun Enkeln und Enkelinnen. Die Frage nach einem versöhnten Rückblick auf meinen Lebensweg und das fröhliche Miteinander der Generationen beschäftigt und inspiriert mich. Vieles ist gelungen, Einiges ist auch kräftig daneben gegangen, in allem gab es immer wieder Lektionen des Königreichs Gottes. Diese Erfahrungen teile ich gerne.

«Was hindert uns als 50- bis 70-Jährige über das eigene Älterwerden nachzudenken und zu reden?»
Einige Argumente, sich nicht mit dem Älterwerden auseinandersetzen zu müssen, lauten etwa:
- Ich bin noch nicht alt. Damit setze ich mich dann auseinander, wenn es soweit ist.
- Das Alter kommt sowieso. Darüber reden macht mich nur depressiv.
- Ich weiss nur: So wie mein Vater will ich nie alt werden. Können wir das Thema wechseln?
Wir tragen weitere Argumente zusammen. Wir fragen, was die wirklichen Gründe dafür sind, nicht über das Älterwerden denken und sprechen zu wollen. Und: Wir fragen, wie wir auf gute Weise Menschen begegnen, die nicht über das eigene Älterwerden sprechen möchten. Das Ziel: Wege entdecken, gerne über ein innerlich gesundes, hoffnungsvolles Älterwerden zu denken und zu reden.
Mit Markus Müller (siehe Beschrieb unter «Referate»)
Download
Flyer (PDF)
Anmeldung
www.perspektive-3d.com/anmeldung
Kontakt
Christa Gasser
Koordinatorin Arbeitsgemeinschaft «Perspektive 3D»
+41 (79) 209 12 05
christagasser4@gmail.com
Veranstalter
Arbeitsgemeinschaft «Perspektive 3D»
Mitveranstalter



